Andermatt Swiss Alps
Wie ein Schweizer Skigebiet zur Spitzenzeit null Warteschlangen erreichte
Niemand mag Warteschlangen. Aber fur den Abfahrtsskilaufer sind lange Warteschlangen an der Seilbahn eine besondere Art der Holle: Stunden an Skizeit, verschwendet in einer eiskalten Schlange. Gluckichlerweise konnte das Ende der Warteschlange in Sicht sein, dank eines Systems, das im Skigebiet Andermatt in den Schweizer Alpen wahrend der COVID-19-Pandemie erprobt wurde.
- 2.400 Skifahrer pro Stunde zur Spitzenzeit
- 94% der Besucher mochten das virtuelle Warteschlangensystem
- 66% der Saisoneinnahmen erhalten
Skilaufen ohne eine einzige Warteschlange zur Spitzenzeit ist fur die meisten Alpenskilaufer unerhoert. Aber das Luxus-Skigebiet Andermatt - ein malerisches Dorf hoch in den Schweizer Alpen - hat genau dies kurzlich erreicht, indem es Warteschlangen fur seine Seilbahn mit einem massgeschneiderten Warteschlangenmanagement-System von Ombori eliminierte.
Das neue System war eine Antwort auf eine heikle Situation. Es war Oktober 2020, die Pandemie wutete weltweit, und die Skisaison ruckte schnell naher.
Thomas Landis, Chief Digital Officer von Andermatt, sagt: Wir waren in Gefahr, unser Geschaft mit COVID nicht betreiben zu konnen. Wir mussten uns fragen, welche Massnahmen wir ergreifen mussten.
Landis brauchte dringend eine Losung, die Social Distancing an den Liften durchsetzte. Aber er fand auch die Idee, Warteschlangen fur immer zu eliminieren, verlockend.
Phygrid arbeitete mit Intel zusammen, um ein Warteschlangensystem fur einen viel besuchten Skilift in beeindruckender Zeit anzupassen. Das Projekt wurde am 24. Oktober vereinbart. Das System wurde in zwei Tagen installiert und ging vor November live.
Landis sagt: Eines unserer Hotels, Radisson Blu, war so begeistert, dass sie die Losung sogar fur ihr Restaurant implementierten.
Skifahrer finden das virtuelle System intuitiv. Sie buchen einen Zeitslot uber eine App vor und erscheinen zur zugewiesenen Zeit an der Gondel.
Landis sagt: Auf dem Hohepunkt der Saison, mit dem Warteschlangensystem, funktionierte es sehr gut. Ich hatte Mitarbeiter im Callcenter, die sagten, es sei das erste Mal, dass sie Anrufe mit positivem Feedback beantworten mussten.
Auch die Schweizer Kantonsregierung war beeindruckt.
Wir haben die Kapazitat von 12.000 auf 8.000 Skifahrer reduziert und das Feedback des Staates war: Sie haben alles getan, was Sie konnten, und am Ende war es nur eine Woche geschlossen.

